Abbau von Sonderkonditionen

Hermann Heiss
Fernwärme- und Stromkunde seit knapp 40 Jahren
Preiserhöhung nur teilweise weitergegeben, weil z.B. treuer Strom- und Fernwärmekunde (11.02.2005), Erhöhung auf 3,5% begrenzt (22.03.2005), Stromkunde (April 2008).
Am 31.03.2009 Reduzierung der Preise und erstmalig Angabe der teureren Standardpreise.
Ab diesem Zeitpunkt fiel jede Erhöhung der Fernwärmepreise höher aus als im Standard und jede Reduzierung geringer als der Standardpreis. Am 30.06.2011 dann zum ersten Mal der Zusatz "Auf diese Sonderpreise besteht kein rechtlicher Anspruch." Woraus leitet sich für die Stadtwerke das Recht ab, die Preise für Sonderkunden stärker zu erhöhen als für Standardkunden? Das Antwortschreiben der SWM auf diese Frage vom 07.07.2011 ist nichtssagend, in folgendem Punkt m.E. unverständlich: "Grund für die unterschiedliche prozentuale Preisanpassung ... ist die Nichtausschöpfung der 100%-Preisgleitklausel. Dies bietet Ihnen ... den Vorteil, dass Sie spürbar von einem Rabatt auf den Standardpreis profitieren können."
Diese Logik kann ich nun absolut nicht nachvollziehen. De facto bauen die Stadtwerke den früher eingeräumten Sonderpreis, der ohne Vorbehalt und ohne Entfallhinweis erteilt wurde, systematisch ab und führen den Arbeitspreis an den geltenden Standardpreis heran. Inwiefern ich da von einer Rabattierung profitieren können soll, ist mir ein Rätsel.
Es wäre nett, wenn mir jemand den Sachverhalt in einem für Otto-Normalverbraucher verständlichen Text erläutern würde.

Besten Dank
Hermann Heiß

 

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