Defekt Zähler Fernwärme

Felix F.
Aufgrund meines bevorstehenden Auszuges aus meiner Wohnung übermittelte ich
meinem Vermieter im Dezember 2012 die bisherigen Nebenkostenabrechnungen.
Die Heizkostenabrechnung 2011 warf dabei erhebliche Fragen auf, da bei unverändertem Heizverhalten eine derartige Steigerung der Kosten von 2010 auf 2011 nicht nachvollziehbar ist. Da dies meine erste Wohnung ist, war ich mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht darüber im Klaren, dass man mit dem Betrag, der 2011 abgerechnet
wurde, sogar die Doppelhaushälfte meines Vermieters heizen kann auf keinen Fall ist ein solcher Verbrauch für eine Wohnung meiner Größe plausibel(63qm).

Auf telefonisches Insistieren meines Vermieters hin war die Sachbearbeiterin bereit, einen Techniker zu beauftragen, die Zähler zu überprüfen, was am 03.01.2013 im Beisein meines Vermieters und mir geschah. Der Techniker war nicht in der Lage,
die ausgelesenen Daten zu erklären. Er wollte das mit seinem Vorgesetzten klären, und meinem Vermieter und mir eine Erklärung nachreichen. Dies war ihm nicht möglich im Gegenteil, auf Betreiben der SWM wurden wenige Tage später alle Zähler ausgetauscht.

Die Sachbearbeiterin erweckte in weiteren Telefonaten mit meinem Vermieter den Eindruck, dass der Sachverhalt von Seiten der SWM nun aufgeklärt würde, und dass dies selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Heizkostenabrechnung 2011 haben würde. Nachdem das für meinen Vermieter relevante Faktum geklärt war (der
Nachmieter bezahlt eine von den SWM festgelegten Pauschale, die nicht von den Heizkosten des Vorreiters abhängig ist), übergab er mir als Geschädigten den Sachverhalt.

In einem Telefonat am 18.01.2013 mit der Kundenbetreuung der SWM wurde mir mitgeteilt, dass die Klärung des Sachverhaltes noch ca. zwei Wochen in Anspruch nehmen würde. In der Annahme, dass diese Frist weiterhin zur Klärung des Sachverhaltes von Seiten der SWM genutzt würde, und da es mir als ein vernünftiger Zeitraum vorkam, in derer es möglich wäre, den Sachverhalt zu klären, ließ ich diesen Zeitraum verstreichen.

Da ich hierauf nichts von den SWM gehört hatte, rief ich am 04.02. nochmals bei der Kundenbetreuung an, um mich über den Sachstand zu informieren. Ich war entsetzt darüber, welche Wendung die Aussagen der SWM nun nahmen:

- Aus Sicht der Stadtwerke ist ein möglicher Defekt der Zähler von keinerlei Relevanz
für die Heizkostenabrechnung 2011, selbst wenn ein solcher von den Technikern festgestellt würde.

- Daraus folgend ist ein möglicher Defekt von keinerlei Relevanz für die aktuellen
Abschlagszahlungen.

- Es ist den Stadtwerken nicht möglich, eine Frist zu benennen, innerhalb derer die Prüfung der Zähler abgeschlossen werden kann.

- Nach dieser nicht definierten Frist erhalte ich lediglich Auskunft über den Defekt der Zähler, nicht über die Auswirkungen auf die Abrechnungen.

- Ein möglicher Defekt der Zähler hat, wenn überhaupt, erst Auswirkungen auf die Abrechnung 2012, die evtl. im September erfolgt.

Sofern ich die Mitarbeiterinnen der Stadtwerke richtig verstanden habe, bin ich meiner
Meinung nach zurecht empört über Ihre Standpunkte. Grundlage der Geschäftsbeziehung zwischen den SWM und mir als Abnehmer der Fernwärme ist die zweifelsfreie Korrektheit der von den SWM eingesetzten Messgeräten. Diese Korrektheit muss nach Sachlage angezweifelt werden - die Stadtwerke können mir nach zwei Monaten keinerlei Gründe für die abwegigen Werte der Zähler liefern. Ich bin der Meinung, dass allein dies Grund genug für die SWM sein sollte, schnell und unkompliziert zu einer Lösung dieses Problems kommen zu wollen. Ferner ist es völlig inakzeptabel, dass ein Defekt von Zählern, die von den SWM verbaut wurden, auf deren Auswahl ich keinerlei Einfluss habe und deren Korrektheit ich nicht überprüfen kann, bzgl. 2011 zu meinen vollen Lasten gehen soll.

Aus diesen Gründen möchte ich mich über die Verschleppung der Bearbeitung und den Umgang mit meinen Anliegen beschweren und hoffe, dass mein Bericht hier dazu führt, dass die Servicequalität bei den SWM steigt.

 

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